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DER FALL JOSEPHINE R.: Neue ARD Crime Time-Staffel von beetz brothers film production über einen Justizfall voller Zweifel

Szene aus DER FALL JOSEPHINE R.

Eine junge Frau aus Goslar beschuldigt ihre Mutter, ihren Stiefvater und ihren damaligen Ehemann schwerster sexueller Straftaten. Die Eltern werden zu langen Haftstrafen verurteilt, die Mutter zudem mit anschließender Sicherungsverwahrung. Doch früh tauchen Widersprüche auf. Die neue dreiteilige ARD Crime Time-Staffel DER FALL JOSEPHINE R. rekonstruiert einen Fall, der grundsätzliche Fragen nach Glaubwürdigkeit, Ermittlungsarbeit und der Macht der Justiz aufwirft.

 

Wenige Jahre zuvor hatten Josephine R. und ihre Mutter gemeinsam mit ihren Partnern noch eine Doppelhochzeit gefeiert, es soll eine Idee von Josephine gewesen sein. Dann erhebt die junge Frau aus Goslar schwere Vorwürfe: Sie beschuldigt ihre Mutter und ihren Stiefvater, sie über Jahre sexuell missbraucht zu haben, berichtet von Gruppenvergewaltigungen, Folter und einem geplanten Mord. Auch ihren damaligen Ehemann Enrico beschuldigt sie sexueller Gewalt.

Die Justiz glaubt Josephine R. Die Eltern werden zu hohen Haftstrafen verurteilt, die Mutter zudem mit anschließender Sicherungsverwahrung. Josephine R. wird zur zentralen Zeugin der Anklage gegen ihre eigene Familie. Auch die Öffentlichkeit verfolgt den Fall, und die Berichterstattung zeichnet ein eindeutiges Bild.

Doch schon während der Ermittlungen kommen Zweifel auf. Die Kriminalpolizei stellt früh fest, dass Chatverläufe von Josephine R. zeitlich nicht mit Teilen ihrer Anschuldigungen zusammenpassen. Der damals leitende Kripobeamte, Lutz Lucht, befürchtet, die Eltern könnten zu Unrecht in Untersuchungshaft sitzen. Dennoch hält die zuständige Staatsanwaltschaft an ihrem Kurs fest.

In der neuen dreiteiligen ARD Crime Time-Staffel DER FALL JOSEPHINE R. spricht der ehemalige leitende Kripobeamte über die Ermittlungen, seine Zweifel und Fakten, die aus seiner Sicht auf einen völlig anderen Verlauf des Geschehens hindeuteten.

Kriminalreporter Erik Westermann von der Braunschweiger Zeitung hat die Gerichtsverhandlungen intensiv begleitet. In der Serie blickt er auf seine eigene Suche nach der Wahrheit zurück und auf Gespräche mit Josephine R. selbst.

Erstmals erzählen zudem Josephines Eltern exklusiv vor der Kamera von ihren nächtlichen Verhaftungen und den 684 Tagen, die sie in Haft verbrachten. Sie berichten von einer traumatischen Zeit, in der ihnen kaum jemand glaubte.

DER FALL JOSEPHINE R. erzählt von einer Familie am Abgrund, von der existenziellen Erfahrung, die eigene Freiheit zu verlieren, und von der Ohnmacht gegenüber staatlichen Institutionen. Die Serie wirft dabei einen differenzierten Blick auf einen außergewöhnlichen Justizfall und auf die Frage, wie Wahrheit vor Gericht entsteht.

 

SENDEINFOS
Titel: DER FALL JOSEPHINE R.
Länge: 3 x 30 Minuten
Im NDR Fernsehen: Mittwoch, 28. Oktober 2026
Folge 1 „Der Fall Josephine R. – Schutzlos zu Hause“: 22:50–23:20 Uhr
Folge 2 „Der Fall Josephine R. – Töchter auf Abwegen“: 23:20–23:50 Uhr
Folge 3 „Der Fall Josephine R. – Eltern vor Gericht“: 23:50–00:20 Uhr

In der ARD Mediathek: ab 21. Oktober 2026

 

TEAM
Autorin und Regie: Ina Kessebohm
Producer: Anne Breer, Nadine Neumann
Kamera: Bernd Hermes, André Krüger
Schnitt: Fabian Teichmann
Grafik: Christoph Rohrscheidt (KI-Animationen), Permanent Clash
Musik: Isola Music
Redaktion: Norbert Lorentzen, Stefanie Gromes (NDR)

DER FALL JOSEPHINE R. ist eine Produktion der beetz brothers film production im Auftrag des NDR für ARD Crime Time und wurde gefördert von der nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH.

 

 

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